Marken
Etwa 27 Marken werden derzeit unter dem Habanos-Dach geführt. Jede hat einen eigenen Geschmackscharakter, eine eigene Geschichte und ein typisches Format-Sortiment.
Die großen Namen
| Marke | Gegründet | Charakter |
|---|---|---|
| Cohiba | 1966 | Prestige-Marke, mild-würzig, dreifach fermentiertes Seco/Ligero |
| Montecristo | 1935 | Meistverkaufte Marke, kräftig-erdig, klassisches Profil |
| Partagás | 1845 | Vollmundig, würzig, kräftig — eine der ältesten Marken |
| Romeo y Julieta | 1875 | Mittelkräftig, ausgewogen, Churchills Lieblingsmarke |
| Hoyo de Monterrey | 1865 | Eher mild bis mittelkräftig, elegant |
| H. Upmann | 1844 | Mild-aromatisch, von einem Bankier gegründet |
| Bolívar | 1902 | Sehr kräftig, vollmundig, nach Simón Bolívar benannt |
| Trinidad | 1969 | Lange nur diplomatisches Geschenk, seit 1998 im Handel |
Cohiba — das Flaggschiff
Cohiba entstand 1966, als Fidel Castros Leibwächter eine besondere Zigarre eines Rollers rauchte. Castro ließ den Roller in eine eigene, geheime Manufaktur holen. Bis 1982 war Cohiba diplomatisches Geschenk, dann kam sie in den freien Handel. Die Linien Behike, Siglo und Espléndidos gehören heute zu den teuersten regulär erhältlichen Zigarren der Welt.
Montecristo — der Bestseller
1935 gegründet, ist Montecristo bis heute die mengenmäßig erfolgreichste kubanische Marke. Das Montecristo No. 4 (eine Petit Corona) gilt als meistverkaufte Habano-Vitola überhaupt. Der Name spielt auf den Vorlesestoff in den Rollsälen an.
Warum manche Marken doppelt existieren
Nach der Verstaatlichung 1962 emigrierten Markeninhaber und führten ihre Namen außerhalb Kubas weiter. Deshalb gibt es heute z. B. ein kubanisches Montecristo (Habanos) und ein nicht-kubanisches Montecristo (Dominikanische Republik, für den US-Markt). Für Sammler ist die Herkunft entscheidend — erkennbar an Banderole und Box-Code.